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110 Jahre Muffelwild im Harz

Die Grundherren waren zu allen Zeiten an der Jagd interessiert und sie waren daher auch immer für neue Wildarten offen. In den Jahren 1905 und 1906 überzeugte der Hamburger Großkaufmann Oscar L. Tesdorpf den preußischen König und die anhaltischen Fürsten in ihren Ländern Muffelwild einzubürgern.

Das ursprünglich aus den Bergen Sardiniens und Korsikas stammende Wildschaf wird allgemein als Mufflon bezeichnet. Es ist das einzige europäische Wildschaf. Erstmals auf dem europäischen Festland angesiedelt wurde es Mitte des 18. Jahrhunderts einem bergigen Wildpark bei Lainz in der Nähe Wiens.

Kaufmann Tesdorpf war zwar kein Jäger, jedoch ein begeisterter Tier- und Naturfreund; er schrieb auch mehrere Bücher über das Muffelwild. Er finanzierte die Bereitstellung von zwei mal 20 Tieren, die zum Einen im Preußischen Hofjagdrevier Göhrde, am Ostrand der Lüneburger Heide, und zum anderen im Anhaltischen Jagdrevier bei Harzgerode im Unterharz angesiedelt wurden.

Die Versuche mit je 20 halbjährigen Muffellämmer – auf zwei Schafe ein Widder – waren durchweg erfolgreich. 1920, also 15 Jahre nach der Einbürgerung, betrug die Population bereits 150 bis 200 Stück. Seit dem ist die Muffelpopulation im Harz stabil, da diese Wildschaf jedoch sehr standorttreu ist begrenzt sich seine Verbreitung schwerpunktmäßig auf den Unterharz, Ostharz, Nordharz und zum Teil auch auf den Hochharz.

Mufflons haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 130 Zentimeter und eine Körperhöhe von 90 Zentimeter. Widder (also männliche Mufflons) wiegen gewöhnlich 50 Kilogramm, die Schafe (Weibchen) dagegen 35 Kilogramm. Über die Vermehrungsfähigkeit des Muffelwildes schreibt O.L.Tesdorpf folgendes: „Ende März bis Ende April trennen sich die hochbeschlagenen Wildschafe von dem Rudel und setzen an verborgener Stelle ein Lamm. Dieses steht sofort auf den Läufen und folgt schon nach wenigen Stunden der Mutter überall hin, in dem es sich ängstlich zwischen deren Hinterläufe drückt. Nach einigen Wochen tritt das Schaf mit seinem Lamm wieder zum Rudel. Wenn wildernde Hunde (andere den Mufflons gefährliche Raubtier gab es im Harz nicht mehr) das Gelände beunruhigten, begibt sich das Wildschaf mit seinem Lamm unter den Schutz eines oder mehrere Widder, die es sonst meidet, weil sie oft unzart mit den Lämmern umgeht. Ist das Lamm in den ersten 14 Tagen eingegangen oder gerissen worden, sucht das Wildschaf nach etwa 6 Wochen den Widder wieder auf und setzt im Herbst (fünf Monate nach dem Beschlag) ein zweites Lamm. Dadurch ist die Vermehrung des Muffelwildes größer und sicherer als diejenige anderer Schalenwildarten.“

Starke Widder bilden ab etwa dem fünften Lebensjahr aufwärts die arttypischen mächtigen, wulstigen Hornschnecken, die zwischen 60 und 80 cm lang werden können. Beeindruckend wirken die Kämpfe von starken Widdern in der Brunstzeit, die gewöhnlich in den Oktober bis in den November fällt. Die wehrhaften Nebenbuhler pflegen 10 bis 15 Meter Abstand einzunehmen um dann in federnden Fluchten aufeinander loszustürmen. Dabei knallen die Hornschnecken aufeinander, dass man denken könne Holzfäller wären am Werk. Sie wiederholen das Duell immer von neuem, bis einer der Gegner erschöpft aufgibt oder auch betäubt am Kampfplatz liegen bleibt.

Obwohl die Widder äußerst wehrhaft sind, gibt es in neuer Zeit Bedenken, dass die Mufflons in Zukunft durch Luchse und Wölfe wieder ausgelöscht werden könnten. Ich stimme dieser Hype nicht zu, denn das Mufflon lebt seit langer Zeit im Kaukasus, im Iran und im Irak, auf dem Balkan und in andern europäischen Gebieten mit Luchs, Bär und Wolf zusammen, ohne ernsthaften Schaden zu nehmen.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2015

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