Die Teichwirtschaft und somit auch die Teiche in
dem alten Nordharzer Dorf Veckenstedt haben lange Tradition. Bereits
1463 übergab Heinrich Graf zu Stolberg Ländereien in der
Veckenstedter Auenlandschaft an die Benediktiner Mönche aus
Ilsenburg und erteilte die Genehmigung Teiche zur Fischzucht
anzulegen.
Heute wird die Teichwirtschaft in Veckenstedt von
Bernd Alisch und Diethard Trick betrieben. Die Beiden, die neben der
klassischen Teichwirtschaft auch zwei große Teiche zum Plaisir der
Angler betreiben, haben ein gepflegtes Naturrefugium mit 40 Hektar
Wasserfläche geschaffen. In zwei großen Teichen können Petrijünger
heute die Hauptfischarten Regenbogenforelle, Lachsforelle, Zander,
Bachsaibling, Karpfen, Hecht, Aal, Barsch, Schleie und Stör
beangeln.
Das Highlight der Veckenstedter Teiche sind aber
ihre riesigen Welse. Und welcher Angler träumt nicht davon einen
Wels von 2 Meter und mehr zu fangen. Wie mir „eidesstattlich“ von
den Betreibern versichert wurde, gibt es im Großen Teich Welse, die
einiges über 2 Meter lang sind. Der größte bisher gelandete Wels wog
übrigens 1,79 Meter und wog 45 kg. Neben fachlichem Können, gehört
natürlich eine große Portion Glück dazu, um einen dieser Riesen zum
Beißen zu verleiten und dann natürlich die entsprechende Ausrüstung,
denn gehakt ist noch lange nicht gefangen.
Aber es muss ja auch nicht unbedingt ein Wels
sein. Von den anderen Arten sind auch äußerst kapitale Exemplare in
den Teichen, so dass der Hausspruch „Herr, lass mich fangen einen
Fisch, und so groß sei Deine Gabe, dass sogar ein Mann wie ich,
keinen Grund zum Lügen habe“, durchaus seine Berechtigung hat.
Die Teichwirtschaft, die sehr günstig an der B6
liegt, ist aber nicht nur für Angler von Interesse. Auch für
Liebhaber fischiger Delikatessen ist dort ein beliebter Einkaufsort.
Hergestellt und käuflich zu erwerben sind eine Vielzahl
küchenfertiger Produkte, Filets, Räucherware aus eigener Herstellung
sowie Fischplatten.